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Rechtsgrundlagen

Die Schweizer Spielbanken sind gesetzlich dazu verpflichtet, unter bestimmten Bedingungen Spielsperren zu verhängen.

Eine Sperre wird ausgesprochen, wenn die Spielbank aufgrund eigener Wahrnehmungen oder aufgrund von Meldungen Dritter (z.B. Fachstelle, Sozialbehörde) wissen oder annehmen muss, dass die betreffende Person überschuldet ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder spielsüchtig ist. Ebenso wird eine Person gesperrt, die Spieleinsätze riskiert, die in keinem Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen stehen.

Rechtsgrundlage für die Anordnung und Aufhebung von Spielsperren sind die folgenden Bestimmungen:

Angeordnete oder freiwillige Spielsperren gelten in allen Schweizer Spielbanken und gleichzeitig auf allen Online Geldspiel-Plattformen, die unter das Geldspielgesetz fallen (Lotterien, Sportwetten etc.) für unbestimmte Zeit. Die Spielsperre wird in einem gesamtschweizerischen Register eingetragen. Die Zugriffsrechte auf dieses Register sind gesetzlich geregelt. Spielsperren können durch die betroffene Person schriftlich mit beigelegter Ausweiskopie (im Online Casino auch mittels elektronischem Formular) beantragt und aufgehoben werden, sofern die Gründe für die Spielsperre nicht mehr bestehen. Bei freiwilligen Spielsperren gilt eine Mindestdauer von drei Monaten.


Verletzung von Spielsperren

Versuche der betroffenen Person, die Spielsperre zu verletzen, können juristische Schritte des Casinos nach sich ziehen (Anzeige wegen Hausfriedensbruch gemäss Artikel 186 des Strafgesetzbuches, StGB).